Ist der Vermisste aus Hille in den See bei Oberlübbe gestürzt?

Ein Wanderschuh treibt auf dem Wasser - und die Polizei hat eine schlimme Befürchtung

Montag 20. Januar 2020 - Hille / Oberlübbe / Minden (wbn).  Ein auf dem Wasser des Oberlübber Sees treibender Wanderschuh lässt eine schreckliche Befürchtung aufkommen.

Es handelt sich um den Schuh eines 74 Jahre alten Mannes, der seit vergangener Woche vermisst wird. Außerdem lässt eine Abbruchkante vermuten, dass der Senior an dieser Stelle in das Wasser gestürzt sein könnte. Die Stelle befindet sich 25 Meter über dem See.

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Klarheit könnte nun der Einsatz einer Tauchergruppe bringen. Doch müssen noch die Besonderheiten dieses Gewässers erkundet werden damit eine Gefahrenabschätzung für die Taucher erfolgen kann. Auch sollen Leichenspürhunde eingesetzt werden.

Der 74 Jahre alte Mann aus Hille war am zurückliegenden Donnerstag nicht von einem Spaziergang zurückgekehrt. Daraufhin wurden umfangreiche Suchaktionen gestartet.

Nachfolgend der Polizeibericht aus Minden von heute Nachmittag: „Im Fall des vermissten 74-jährigen Mannes aus Hille-Oberlübbe geht die Polizei einer schlimmen Befürchtung nach.

Bei den Suchmaßnahmen am Oberlübber See fanden Einsatzkräfte einen auf dem Wasser treibenden Wanderschuh. Weitergehende Ermittlungen ergaben, dass der Schuh dem seit Donnerstag vermissten Mann gehört. Zudem wurde an einer rund 25 Meter über dem Wasser liegenden Abbruchkante eine Spur entdeckt, welche möglicherweise auf ein Abrutschen einer Person hindeuten könnte. Daher liegt für die Ermittler nahe, dass der 74-Jährige offenbar in den See gestürzt ist.

Die Beamten stehen derzeit mit den Spezialisten einer Tauchergruppe der Polizei NRW in Verbindung. Deren Einsatz steht aber noch nicht fest, da der Polizei gegenwärtig keine gesicherten Erkenntnisse über die Besonderheiten und möglichen Gefahren des Sees vorliegen. So wird von einer Tiefe zwischen 18 und 25 Meter gesprochen. Anderen Meinungen zufolge könnte der See aber auch deutlich tiefer sein. Da die Sicherheit der Taucher oberste Priorität genießt, ist deren Einsatz noch unbestimmt. Zu den weiteren Planungen der Ermittler zählt zudem der Einsatz von Leichenspürhunden in den kommenden Tagen.

Nachdem der 74-Jährige am vergangenen Donnerstag von einem Spaziergang nicht zurückgekehrt war, hatte die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet.“