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Reine "Spekulation" der Braunschweiger Ermittler

Qualvolle Hoffnung: Lebt "Maddie" doch noch? Braunschweiger Staatsanwalt hat keine schlüssigen Beweise für den Tod des entführten Kindes

Sonntag 14. Juni 2020 - Braunschweig (wbn). Und schon wieder eine spektakuläre Wende im Fall der vermissten Maddie McCann.

Jetzt hat der Braunschweiger Staatsanwalt Hans Christian Wolters im Gespräch mit der britischen Tageszeitung „Daily Mirror“ eingeräumt, dass letztlich die Beweise für den Tod des Entführungsopfers fehlen.

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Maddie könnte also genauso gut noch leben. Jetzt gesteht Wolters ein, die Annahme vom Tod sei nur seine persönliche Meinung gewesen und eine Spekulation.

Bei der Pressekonferenz im Gebäude der Staatsanwaltschaft in Braunschweig klang das alles noch ganz anders. Gleich mehrfach hatte Wolters von sich aus betont, dass er „davon ausgeht, dass das Mädchen tot ist“. Die Weserbergland-Nachrichten.de waren bei dieser weltweit Aufsehen erregenden Pressekonferenz in Braunschweig dabei.

Nachfragen zu den Anhaltspunkten für diese schockierende Behauptung hatte der Staatsanwalt ausdrücklich abgelehnt. Die leidgeprüften Eltern Kate und Gerry McCann sind jetzt wieder in einem Wechselbad der Gefühle. Und mit ihnen nicht nur die britische Öffentlichkeit.

Der mutmaßliche Täter Christian B. sitzt wegen eines anderen Verbrechens derzeit in Kiel ein und ist zu dem Fall Maddie aktuell noch nicht wieder verhört worden. Er steht unter Entführungs- und Mordverdacht, die Indizien dafür scheinen erdrückend zu sein. Der letzte Beweis fehlt aber noch. Es hat aber aufgrund der Pressekonferenz und der damit verbundenen umfangreichen Berichterstattung über den Mann, der zuletzt in Braunschweig gemeldet war und sich immer wieder in Portugal ganz in der Nähe des Tatgeschehens aufgehalten hatte, wieder zahlreiche neue Hinweise gegeben, die noch ausgewertet werden müssen.

 

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