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"Besonders verbindet uns aber die gemeinsame Beantragung des NPD-Verbotsverfahrens"

Boris Pistorius würdigt die Verdienste seines zurückgetretenen Innenminister-Kollegen Lorenz Caffier

Mittwoch 18. November 2020 - Hannover (wbn). Lorenz Caffier, Innenminister in „Meck-Pom“ und dienstältester Innenminister, ist heute zurückgetreten.

Er hatte vor einiger Zeit von einem Mann, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene nachgesagt werden, eine Waffe gekauft. Er räumte heute ein durch diesen Vorgang nicht mehr die nötige Autorität zu besitzen. Nicht der Erwerb der Waffe sei ein Fehler gewesen sondern der Umgang damit. Zum heutigen Rücktritt des Innenministers Mecklenburg-Vorpommerns, Lorenz Caffier, äußert sich der Niedersächsische Innenminister und Sprecher der sogenannten A-Länder, Boris Pistorius, wie folgt: „Im Kreise der Innenministerinnen und Innenminister habe ich mit Lorenz Caffier immer äußerst vertrauensvoll und oft auch freundschaftlich zusammengearbeitet.

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Er war jetzt lange Jahre Sprecher der CDU-Innenminister, weshalb wir in unzähligen, oft kleinen Runden in der Sache hart, aber immer fair verhandelt haben. Die Beratungen im Kreise der Innenministerkonferenz kamen dabei - wie üblich - stets zu einstimmigen Beschlüssen.

Es waren bewegte gemeinsame Jahre von der Flüchtlingssituation 2015 über den expandieren-den islamistischen Terror in Europa, den Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus bis hin zu den Debatten über Gewalt im Umfeld von Fußballspielen. Besonders verbindet uns aber die gemeinsame Beantragung des NPD-Verbotsverfahrens während des niedersächsischen IMK-Vorsitzes Ende 2013, das Lorenz Caffier wesentlich mit vorangetrieben hat.

Caffier ist der dienstälteste Innenminister Deutschlands, und er hat viel Gutes getan für sein Heimatland und die innere Sicherheit. Ich wünsche ihm eine gesunde und glückliche Zukunft und danke ihm sehr herzlich für die stets gute Zusammenarbeit. Er wird der IMK als echter Typ fehlen.“

 

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