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Ein wichtiges Thema schonmal aufs Gleis geschoben

Constantin Grosch (MdL) sieht sich von der Bahn als Landtagsabgeordneter mit Behinderung zweitklassig behandelt

Von Ralph  L o r e n z

Donnerstag 10. November 2022 - Hannover / Hameln (wbn). Rollstuhlfahrer Constantin Grosch ist in den neuen Niedersächsischen Landtag eingerollt.

Doch die Deutsche Bahn lässt den neuen Landtagsabgeordneten der SPD aus dem Weserbergland auf die Fahrt dorthin auflaufen. Zur Grundausstattung der neuen Abgeordneten gehört die Netzkarte der Deutschen Bahn, ausgestellt für die 1. Klasse. Tatsächlich kann Grosch mit seinem Rollstuhl nur in der zweiten Klasse mitfahren und ist solchermaßen als Rollstuhlfahrer deklassiert worden, wie viele Behinderte auch

(Zum Bild: Constantin Grosch (MdL): Öffentlicher Personennahverkehr ist sein Thema - auch im neuen Niedersächsischen Landtag. Foto: Privat)

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Grundsätzlich hält sich Grosch lieber in der „Volksklasse“ der Bahn auf, der Gespräche mit den Bürgern wegen, die für eine solide Erdung eines Abgeordneten sorgen.

Aber es geht ihm in diesem Fall um eine weitere Benachteiligung der Behinderten, die er ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken will.

Deshalb hat er seine Benachteiligung getwittert: „Als Mitglied des Landtages dürfte ich 1. Klasse im Zug fahren. Da die @DB_Bahn aber nach wie vor findet, dass Behinderte in niedrige Klassen gehören, werde ich also der einzige niedersächsische Abgeordnete sein, dem dieses Privileg nicht zuteil wird.“

Nur in wenigen Fernzügen gibt’s ausreichend Platz für einen Rollstuhl in der ersten Klasse. Bei Regionalzügen und S-Bahnen ist das nicht der Fall. Dem neuen Landtagsabgeordneten aus der Region hat das schon tausende Likes auf twitter gebracht. Und viel Zustimmung von Leidensgenossen.

Fazit: Behinderte lassen sich nicht vor den Prellbock schieben. Da rollt was auf die Bahn zu…

 

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