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Brandursache nunmehr annähernd geklärt

Windräder in Hohe: Trümmerteile sind nächste Woche weg

Freitag 16. April 2021 - Hohe / Holzminden (wbn). Im einen Fall war es eine überhitzte Spule, im anderen ein Defekt am Schalter: Das geht aus den jetzt vorliegenden Gutachten zu den Windradbränden hervor.

Der Holzmindener Landkreis-Pressesprecher Peter Drews hat heute den neuesten Sachstand zu den Windrad-Havarien im Landkreis Holzminden geschildert. Zugleich besteht die Hoffnung, dass kommende Woche die Windrad-Trümmerteile endlich abtransportiert werden.

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Die Schilderung von Drews: "Zwei Windräder bei Hohe sind in Brand geraten, eines im letzten Jahr, eines Anfang diesen Jahres. Den Aufforderungen, sich um die notwendigen Immissionsgutachten zu kümmern und die in der Umgebung verteilten Trümmerteile fachgerecht zu beseitigen, kommt die Betreiberfirma nur schleppend nach. Doch jetzt liegt zumindest ein Brandgutachten vor und das teilweise schadstoffbelastete Material wird abtransportiert. Landrat Michael Schünemann machte sich vor Ort selbst ein Bild von der Lage.

Drei weiße Stelen ragen majestätisch auf dem Kugelberg bei Hohe in den Himmel. Doch zwei der drei haben mittlerweile keinen Rotor und den dahinterliegenden Maschinenraum mehr. Die beiden fast 20 Jahre alten Windräder sind im Jahresabstand voneinander ausgebrannt, das dritte wurde daraufhin vom Bereich Sicherheit und Ordnung des Landkreises Holzminden stillgelegt, bis die Brandursache feststeht. Aus dem jetzt von der Betreiberin, der Equitix Innova (Lower Saxony) GmbH & Co. KG, vorgelegten Gutachten geht hervor, dass es offensichtlich unterschiedliche Gründe hatte, dass sich die Maschinenräume entzündeten. Während sich im vergangenen Jahr die Spule überhitzte, ist es bei der brennenden Anlage in diesem Jahr ein Schalter gewesen, der die Havarie verursachte. „Ob die verschiedenen Brandursachen jetzt tatsächlich als technisch unterschiedliche Gründe bewertet werden können, müssen wir noch bewerten“, erklärt Carsten Krüger, Bereichsleiter des zuständigen Bereiches. Wahrscheinlich aber ist, dass damit das dritte Windrad wieder in Betrieb gehen wird.

Grundsätzlich jedoch ist die Tatsache, dass das Gutachten jetzt vorliegt, sicherlich nicht zuletzt auch dem Betriebsstopp der dritten Anlage durch den Landkreis zu verdanken. Denn wie auch schon in der Presse hinlänglich berichtet wurde, gestaltet sich der Kontakt zur Betreiberin schwierig. Maßnahmen werden nur unter Androhung von Ersatzvornahmen angegangen. Immerhin scheint jetzt Bewegung in die Sache gekommen zu sein, denn zwei Entsorgungsfirmen haben sich in den letzten zwei Wochen darum gekümmert, dass das Gebiet durchsucht wurde und die  Trümmerteile entsorgt werden. Spätestens Mitte nächster Woche soll dieser Prozess abgeschlossen sein. Ein entsprechendes, von der Betreiberin beizubringendes Bodengutachten lässt allerdings auf sich warten. „Es ist für uns nicht hinnehmbar, dass diejenigen, die mit diesen Windrädern Geld verdienen, sich, wenn etwas schiefläuft, so lange bitten lassen“, kommentiert Landrat Michael Schünemann das Geschehen. „Das alles hätte viel schneller passieren müssen“, unterstreicht der Landrat. Die Equitix stehe in der Verantwortung nicht nur dem Landkreis gegenüber, sondern auch den Menschen und der Umwelt. Er erwarte, so der Landrat, dass das Bodengutachten jetzt zügig von der Betreiberin vorgelegt werde, sonst werde der Landkreis selbst handeln und die Kosten dafür in Rechnung stellen."

 

 

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