Es wurden 14 Wohn- und Gewerbeobjekte durchsucht - Große Indooranlage aufgeflogen - Geld, Waffen, Marihuana beschlagnahmt

Erfolgreicher Schlag gegen die Drogenszene im Weserbergland und in Hannover - Kopf der Bande bereits in Frankreich verknackt

Dienstag 4. August 2020 - Hameln / Holzminden / Hannover (wbn). Schlag gegen die Drogenszene in Südniedersachsen.

Zeitgleich sind 14 Wohn- und Gewerbeobjekte in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden sowie in der Region und Stadt Hannover durchsucht worden. Es wurde eine Indooranlage mit mehr als 2000 Marihuana-Pflanzen ausfindig gemacht.

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Im Visier waren vier Tatverdächtige im alter zwischen 24 und 44 Jahren. Staatsanwalt Oliver Eisenhauer aus Hannover: „Ihnen wird unter anderem der Betrieb einer professionellen Indoorplantage zum Anbau von Marihuana in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Gaststätte im Landkreis Holzminden zur Last gelegt. Zudem wird ihnen die Einfuhr und das Handeltreiben mit circa 400 Kilogramm Marihuana sowie Kokain im Kilogrammbereich vorgeworfen.“
Der gesamte Verkaufswert des am heutigen Tag beschlagnahmten Marihuanas liegt nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei etwa 500.000 Euro. Darüber hinaus seien gegen drei Beschuldigte Haftbefehle des Amtsgerichts Hannover volltreckt worden. Zwei weitere vorläufig festgenommene Personen wurden entlassen.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres war der Kopf der Gruppe von französischen Zollfahndern geschnappt worden, wobei in seinem Lastwagen 117 Kilo Marihuana aufgefunden worden sind. Die französische Justiz hat den 42-Jährigen rechtskräftig zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Seine Kumpel im Weserbergland und im Raum Hannover glaubten indessen unerkannt weitermachen zu können und begannen mit dem Anbau von Marihuana.

Nachfolgend die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft in Hannover von heute Nachmittag: „Am 4. August 2020 führte die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Landeskriminalamts Niedersachsen und des Zollfahndungsamts Hannover umfangreiche Durchsuchungen bei Mitgliedern einer Gruppierung durch, die organisiert Betäubungsmittel eingeführt und in nicht geringen Mengen verkauft haben soll.
Im Rahmen der Maßnahmen wurden unter anderem eine Profi-Indooranlage zum Anbau von Marihuana mit mehr als 2000 Pflanzen sichergestellt. Zudem konnten drei Tatverdächtige festgenommen werden.

Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Hannover, Zentralstelle für Betäubungsmittelstrafsachen, ermitteln die Fahnder seit dem Frühjahr 2019 gegen die fünfköpfige Gruppierung. Nun wurden mit der Unterstützung von mehr als 200 Einsatzkräften der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen sowie der Polizeidirektionen Hannover und Göttingen zeitgleich 14 Wohnungen und Gewerbeobjekte in der Region und Stadt Hannover sowie den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden durchsucht. Teilweise waren dabei auch Spezialeinheiten im Einsatz.

Die Maßnahmen richteten sich gegen vier Tatverdächtige im Alter von 24 bis 44 Jahren aus Hannover. Ihnen wird unter anderem der Betrieb einer professionellen Indoorplantage zum Anbau von Marihuana in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Gaststätte im Landkreis Holzminden zur Last gelegt. Zudem wird ihnen die Einfuhr und das Handeltreiben mit circa 400 Kilogramm Marihuana sowie Kokain im Kilogrammbereich vorgeworfen.

Neben der im Betrieb befindlichen Indooranlage wurde bei den Durchsuchungen umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt, das auf die Vorbereitung von zumindest zwei weiteren Plantagen hindeutet. In einem Durchsuchungsobjekt wurden zudem eine scharfe Schusswaffe, Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich sowie eine geringere Menge Marihuana aufgefunden. Der gesamte Verkaufswert des am heutigen Tag beschlagnahmten Marihuanas liegt bei etwa 500.000 Euro.

Darüber hinaus wurden gegen drei Beschuldigte Haftbefehle des Amtsgerichts Hannover volltreckt. Zwei weitere vorläufig festgenommene Personen wurden entlassen.

Der Kopf der Gruppierung wurde bereits im Oktober 2019 von Fahndern des französischen Zolls festgenommen. Im Lkw des 42-Jährigen konnten 117 Kilogramm Marihuana sichergestellt werden, welche er von Spanien über Frankreich nach Deutschland transportieren wollte. Inzwischen wurde er durch die französische Justiz rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Die übrigen Mitglieder der Gruppierung setzten ihre Aktivitäten auch über die Festnahme hinaus fort, wobei sie seit dem Jahreswechsel 2020 zudem mit dem eigenen Anbau von Marihuana begannen. Intensive Ermittlungsarbeit und ein enger Austausch mit Ermittlungsbehörden in Spanien, Frankreich und den Niederlanden ermöglichten den erfolgreichen Schlag gegen die Gruppierung, bevor diese einen Ertrag aus der Plantage erzielen konnte.“