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Der Kommentar

Merkels Küsschen für Draghi ist eine Ohrfeige für den deutschen Sparer

Von Ralph Lorenz

In welchem Land lebt eigentlich Angela Merkel. In Griechenland. In Italien. In Albanien? Die Kanzlerin der Deutschen hat den berüchtigten EZB-Chef Mario Draghi jetzt bei seiner Verabschiedung in Frankfurt in den Himmel gelobt während die deutschen Sparer in dessen unsäglicher Amtszeit im Keller gelandet sind. Deutschland hat diese verheerende Nullzins-Politik viele Milliarden gekostet.

Mit dieser Küsschen-Küsschen-Politik beweist sie wie erschreckend sie sich vom Volk entfernt hat. Betrogen sind die Menschen, die von ihrem kargen Einkommen Geld für die Lebensversicherung abgezweigt haben - wohlgemerkt auf Anraten der Union in Sachen Eigenvorsorge - um einen Mindeststandard in ihrer Rentnerzeit abzusichern. Bei Lebensversicherungen mussten als Folge der Drag(h)ischen Zinspolitik durchschnittliche Wertverluste von 5,5 Prozent hingenommen werden! Und von den Versicherungen wurden sie sogar gekündigt.

 

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Lebensversicherungen, die einmal auf ausdrückliches Anraten der Regierung abgeschlossen worden sind! Betrogen sind generell alle Sparer.

Betrogen sind auch die deutschen Banken, vor allem die Sparkassen und Volksbanken vor Ort, auch hier im Weserbergland.

Erst Draghi hat den Minus-Zins mit seinen perversen Auswirkungen möglich gemacht.

Einlagenzinsen, die bei Minus 0,5 Prozent liegen. Wie soll man das einem vernünftig denkenden Menschen noch klarmachen?

Die jahrelange zinspolitische Geisterbahn des Mario Draghi konnte nur in Verbindung mit der Gleichgültigkeit und Untätigkeit der Kanzlerin Fahrt aufnehmen.

Der Sparer – und das ist stets auch ein vorsorgender, an seine Enkel denkender Mensch – wurde gnadenlos bestraft.

Angela Merkel scheint im wohlklimatisierten schalldichten Kanzleramt des Abends nur mit Aktionären zu dinieren. Die freuen sich, sind die eigentlichen Gewinner.

Auch auf die Draghi-Nachfolgerin Christine Lagarde, die den Kurs der Ersparnis-Vernichtung in Milliardernhöhe ungerührt fortsetzen wird, dürfen sie hoffen. Und den erneuten Kauf von Schuldentiteln, der uns allen – vor allem aber den Deutschen - einmal mächtig auf die Füße fallen wird. Er halte den massiven Aufkauf von Anleihen einzelner Staaten durch die EZB für rechtlich bedenklich, hatte einst ein Bundespräsident gewarnt. Wer die Kritik an den Währungshütern so drastisch geäußert hatte? Das war Christian Wulff im Jahre 2011. Und er hatte Recht!

Würde Merkel mal mit Otto Normalverbraucher am Frittenstand in Berlin `ne Currywurst essen dann wäre ihr schnell klar wo den Deutschen der Schuh drückt.

Nein, Angela Merkel ist nicht mehr meine Kanzlerin.

 

 



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