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Gutachter sprach dem minderjährigen Angeklagten die Verantwortungsreife ab

Eine weitere Verhandlung zu den Missbrauchsfällen auf dem Campingplatz bei Lügde endet mit einem Freispruch

Freitag 1. November 2019 - Lügde / Paderborn (wbn). In nichtöffentlicher Sitzung ist gestern in Ostwestfalen-Lippe ein Siebzehnjähriger im Zusammenhang mit Missbrauchsfällen auf dem Campingplatz bei Lügde vor dem Landgericht in Paderborn gestanden und freigesprochen worden.

Zum Zeitpunkt der Tat war er erst 16 Jahre alt und galt sowohl als Opfer als auch als Täter.

 

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Ihm war zur Last gelegt worden drei Jungen missbraucht zu haben. Dabei war er wiederum selbst eines von etwa 30 Opfern, die auf dem Gelände bei Lügde sexuelle Gewalt erleiden mussten.

Ein Gutachter sprach dem heute Siebzehnjährigen zum Zeitpunkt der Tat die Verantwortungsreife ab. Davon hat sich das Gericht in seinem Freispruch auch leiten lassen.

Nach dem Jugendgerichtsgesetz kann ein Jugendlicher nur dann verurteilt werden wenn in seiner geistigen Entwicklung dafür die Voraussetzungen gegeben sind.

Laut einem Bericht des WDR in Bielefeld hat die Landgerichtskammer hervorgehoben, dass es sich um einen Einzelfall gehandelt habe. Dieser sei nicht ohne weiteres auf andere Sachverhalte übertragbar gewesen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert.

 

 

 



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