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Das hätte tödlich enden können

Unglaublicher Leichtsinn: Ein 35-Jähriger findet auf dem Feld eine Panzersprenggranate und schleppt sie nachhause

Donnerstag 20. Oktober 2022 - Loccum (wbn). Ein 35-Jähriger hat es gut gemeint – aber hochriskant mit seinem Leben gespielt. Er stieß bei landwirtschaftlichen Arbeiten auf eine Panzersprenggranate.

Wozu sonst professionelle Kampfmittelbeseitigungs-Experten angefordert werden und weiträumige Geländeabsperrungen erforderlich sind, das glaubte er selbst in die Hand nehmen zu können. Und brachte mal eben die gefährliche Granate auf sein Privatgrundstück.

(Zum Bild: Wer solch eine Panzersprenggranate auch nur anrührt ist lebensmüde. Ein 35-Jähriger hat sich gestern Abend nicht gescheut das hochgefährliche weil unberechenbare Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg mit auf sein Privatgrundstück zu nehmen. Foto: Polizei)

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Der Zustand der Panzersprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg war aber so kritisch, dass die hinzugerufenen Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes vor Ort eine kontrollierte Sprengung vornehmen mussten. Und dazu eine Evakuierung im Umkreis von 300 Metern erforderlich wurde. Auch die Bundesstraße 441 musste vorübergehend voll gesperrt werden. Erst da dürfte dem forschen Landwirt klargeworden sein wie wahnsinnig sein Verhalten gewesen war. Die Panzergranate hätte ihn in Fetzen reißen können – und alles was sich in der Nähe befunden hätte. Andrea Kempin, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/ Schaumburg. "Ein derartiges Vorgehen kann lebensgefährlich sein! Sollten Sie jemals Granaten, Minen oder ähnliche Kampfmittel auffinden oder vermuten, dass es sich um solche handeln könnte, belassen Sie diese Bitte an Ort und Stelle und informieren Sie umgehend die Polizei!" Nachfolgend der Polizeibericht: „Heute, den 20.10.2022, um 10.52 Uhr wurde eine 8,8 cm Panzersprenggranate durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst im Norden Loccums westlich der B441 kontrolliert und ohne besondere Zwischenfälle gesprengt. Für die Sprengung waren Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperrungen erforderlich.

"Ein 35-Jähriger fand die Panzersprenggranate am Vorabend bei landwirtschaftlichen Arbeiten und verbrachte diese auf sein umfriedetes Privatgrundstück. Anschließend wurden wir von dem 35-Jährigen informiert." berichtet Andrea Kempin, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. "Ein derartiges Vorgehen kann lebensgefährlich sein! Sollten Sie jemals Granaten, Minen oder ähnliche Kampfmittel auffinden oder vermuten, dass es sich um solche handeln könnte, belassen Sie diese Bitte an Ort und Stelle und informieren Sie umgehend die Polizei!" appelliert sie.

Nach Inaugenscheinnahme durch die Beamten und Rücksprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst stand fest, dass eine kontrollierte Sprengung erforderlich ist. Diese wurde am heutigen Vormittag um 10.52 Uhr durchgeführt. Zuvor war eine Evakuierung im Umkreis von 300m zum Ablageort erforderlich. In der Folge evakuierten zahlreiche Polizeibeamte die Bewohner und Kunden der im Gefahrenradius liegenden Wohn- und Geschäftshäuser. Kurz vor der Sprengung wurde darüber hinaus die B441 für 10 Minuten voll gesperrt.

Die Sprengung erfolgte ohne besondere Zwischenfälle.“

 

 

 

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