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Sohn der Fahrzeughalterin macht Angaben

Der brutale SUV-Fahrer von Delmenhorst hat sich ins Ausland abgesetzt

Montag 27. November 2023 - Delmenhorst (wbn). Der schwere Verkehrsunfall mit Unfallflucht, bei dem ein Fußgänger von einem schwarzen Mercedes Typ ML tödlich verletzt zurückgelassen worden ist und der ganz Niedersachsen bewegt, hat sich zu einem Krimi entwickelt.

Nachdem der Fahndungsdruck durch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung immer größer geworden ist, hatte sich der Sohn (21) der Fahrzeughalterin in Beisein eines Anwalts bei der Polizei gemeldet.

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Doch er will nicht am Steuer gesessen sein. Vielmehr habe ein Bekannter den SUV gesteuert. Doch wo dieser ebenfalls 21 Jahre alte junge Mann ist und wo das Fahrzeug verblieben war, wollte oder konnte er der Polizei nicht sagen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass sich der mysteriöse Fahrer ins Ausland abgesetzt haben soll. Unterdessen war der Unfallwagen am Rande eines ehemaligen Fabrikgeländes in Ganderkesee entdeckt. Die Polizei beschreibt die komplexen Ermittlungsaufgaben wie folgt: „Die Aufgabe der Ermittlungsgruppe besteht nun darin, die bisherigen Schilderungen des Unfallhergangs auch anhand objektiver Beweise zu bestätigen und so den Nachweis der Fahrereigenschaft zu erbringen. Ebenfalls gilt es zu klären, inwieweit sich andere Personen im Fahrzeug strafbar gemacht haben könnten. Zudem könnten noch weitere Personen beteiligt gewesen sein, da das Unfallfahrzeug nach dem tödlichen Zusammenstoß im Verborgenen gehalten und dann nochmal bewegt worden sein muss.“ Nachfolgend der Polizeibericht: „Am Sonntag, 19. November 2023, gegen 19:45 Uhr, ist ein Fußgänger bei einem Verkehrsunfall in Delmenhorst tödlich verletzt worden. Nach dem Verursacher bzw. der Verursacherin wurde intensiv gefahndet. Auch durch die große Beteiligung der Öffentlichkeit konnten nun drei Personen ermittelt werden, die sich zum Unfallzeitpunkt im Fahrzeug befunden und sich mit diesem vom Unfallort entfernt haben könnten.

Direkt an der Unfallstelle wurden noch am Unfallabend Spuren gefunden, die Rückschlüsse auf das Fabrikat und den Typen des flüchtigen Fahrzeugs zuließen. Dabei handelte es sich um einen schwarzen Mercedes, Typ ML, Baujahr 2007. Eine Abfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ergab, dass im Umkreis von Delmenhorst rund 800 dieser Fahrzeuge zugelassen sind.

Die Halteranschriften in der Stadt Delmenhorst wurden noch am Montag, 20. November 2023, aufgesucht. Die Adressen, an denen keine Personen oder die zu überprüfenden Fahrzeuge nicht angetroffen wurden, standen weiterhin im Fokus der Ermittler.

Parallel zu den bereits laufenden Überprüfungen wurde die Öffentlichkeit um Unterstützung gebeten und in diesem Zusammenhang auch das Hinweisportal der Polizei Niedersachsen aktiviert. Durch viele eingehende Hinweise konnte der Fahndungsdruck nochmal erhöht werden.

Vermutlich auch deshalb suchte am Mittwoch, 22. November 2023, 23:00 Uhr, schließlich der 21-jährige Sohn einer bereits aufgesuchten Halterin in Begleitung eines Rechtsanwalts die Dienststelle in Delmenhorst auf. In seiner Vernehmung gab er an, dass er sich gemeinsam mit einer 20-Jährigen aus Delmenhorst im Unfallfahrzeug befunden hat. Zum Unfallzeitpunkt sei der SUV aber von einem 21-jährigen Bekannten aus Delmenhorst gefahren worden. Angaben zum Aufenthalt des 21-Jährigen und dem Verbleib des Fahrzeugs machte er nicht.

Am folgenden Morgen gaben Zeugen den entscheidenden Hinweis zum Standort des gesuchten Fahrzeugs. Sie sahen am Donnerstag, 23. November 2023, gegen 05:00 Uhr, auf dem Weg zu ihren Garagen im Geschwister-Scholl-Weg in Ganderkesee einen beschädigten SUV. Diese Straße an der Stadtgrenze zu Delmenhorst grenzt an ein ehemaliges Fabrikgelände und war im Rahmen der Fahndung mehrfach von der Polizei kontrolliert worden. In Verbindung mit den Aussagen der Zeugen konnte so ausgeschlossen werden, dass der SUV bereits vorher dort gestanden hat. Es handelte sich um den Mercedes ML der oben genannten Halterin, der in der Folge beschlagnahmt wurde. Die erste Überprüfung ergab, dass es sich definitiv um das gesuchte Unfallfahrzeug handelte.

Die Ermittlungen konzentrierten sich in der Folge auf die benannten Personen und ihr Umfeld. Die Schilderungen des 21-jährigen Sohns wurden darin bestätigt. Der mögliche Fahrer befindet sich auf der Flucht. Anhaltspunkte deuten darauf hin, dass er sich ins Ausland abgesetzt haben könnte. Nach ihm wird weiter mit Hochdruck gefahndet.

Die Aufgabe der Ermittlungsgruppe besteht nun darin, die bisherigen Schilderungen des Unfallhergangs auch anhand objektiver Beweise zu bestätigen und so den Nachweis der Fahrereigenschaft zu erbringen. Ebenfalls gilt es zu klären, inwieweit sich andere Personen im Fahrzeug strafbar gemacht haben könnten. Zudem könnten noch weitere Personen beteiligt gewesen sein, da das Unfallfahrzeug nach dem tödlichen Zusammenstoß im Verborgenen gehalten und dann nochmal bewegt worden sein muss.

Welche Tat dem Fahrer oder der Fahrerin zur Last gelegt werden kann, ist auch von der gefahrenen Geschwindigkeit zum Zeitpunkt des Aufpralls abhängig. Die Untersuchungen des eingeschalteten Sachverständigen sind noch nicht abgeschlossen.

Die Polizei bedankt sich nochmal ausdrücklich bei allen, die sich an der Fahndung beteiligt und so zu diesem Ermittlungserfolg beigetragen haben.“

 

 

 

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