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Revision und Wechsel der Brennelemente zu Zeiten der Coronavirus-Krise / Grüne Landtagsabgeordnete hat Bedenken

Miriam Staudte: Atomkraftwerk Grohnde lässt sich nicht aus dem Homeoffice steuern

Freitag 3. April 2020 - Grohnde / Emmerthal (wbn). Es gibt weiterhin Fragezeichen. Auch im Umweltministerium in Hannover. Die nächste Revision für das Atomkraftwerk Grohnde steht ab dem 12. April 2020 an.

Das Atomkraftwerk Lingen soll am 8. Mai für routinemäßige Überprüfungen und Brennelementwechsel vom Netz gehen. Nach Betreiber-Angaben sollen an den geplanten Prüf- und Reparaturarbeiten sowie dem Brennelementwechsel allein in Grohnde rund 1.350 Mitarbeiter beteiligt sein. Eine Entscheidung des Umweltministeriums, ob die Revision vor dem Hintergrund der Corona-Infektionsgefahr durchgeführt werden kann, steht weiter aus.

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Als oberster Dienstherr über die Atomaufsicht dürfe Umweltminister Lies die Verantwortung für die Absage der Revision der AKWs Grohnde und Lingen nicht Richtung Bund verschieben, erklärt Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im niedersächsischem Landtag.

Sie fordert: „Die Revisionen müssen verschoben werden, die AKWs dürfen ohne Revision nicht weiter laufen. Wir stehen erst am Anfang der Corona-Ausbreitung und der Infektionsschutz muss gerade für Mitarbeiter in kerntechnischen Anlagen höchste Priorität haben.“ An der Revision seien zahlreiche Sub-Unternehmen beteiligt, die möglicherweise auch an anderen Atomanlagen tätig sind.

Daher dürfe nicht billigend in Kauf genommen werden, dass sich das Virus in diesen Hochrisikoanlagen weiterverbreitet und hochspeziell ausgebildetes Fachpersonal ausfällt.

Ein Atomkraftwerk lasse sich nicht aus dem Homeoffice steuern. Die Grünen wollen deshalb von der Atomaufsicht wissen, mit welchen Maßnahmen der drohenden, wachsenden Unsicherheit der niedersächsischen Atomanlagen während der Corona-Krise begegnet werden soll. Erkranktes Fachpersonal könne nicht durch unkundige Aushilfskräfte ersetzt werden. „Wenn nicht gewährleistet werden kann, dass Fachkräfte oder ganze Teile der Belegschaft an Covid-19 erkranken, darf ein AKW nicht betrieben werden,“ stellt Staudte fest.

 

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