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Vor allem sind es Atemwegserkrankungen

Neuer Höchststand bei den Krankmeldungen in Niedersachsen

Donnerstag 10. August 2023 - Hannover (wbn). Der Krankenstand der Beschäftigten in Niedersachsen ist in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf einen neuen Höchststand geklettert.

Es gab fast 72 Prozent mehr Fälle als im Vorjahreshalbjahr. Über die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hatten bis Ende Juni 2023 bereits mindestens eine Krankschreibung. So eine hohe Quote (52,1 Prozent) wird gewöhnlich erst am Ende eines Jahres erreicht.

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Nach einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit stieg der Krankenstand auf 5,8 Prozent. Das ist der höchste Stand in Niedersachsen seit dem Start der Halbjahresstatistik vor sieben Jahren, teilte die Kasse mit.

„Im ersten Halbjahr 2022 hatten wir bezogen auf 100 DAK-versicherte Beschäftigte rund 61 Krankschreibungs-Fälle, in diesem Halbjahr sind es 105 Fälle. Das ist ein enormer Anstieg von rund 72 Prozent“, erklärt DAK-Landeschef Dirk Vennekold. Vor allem kurze Erkrankungsfälle seien häufiger gewesen als sonst. „Das sehen wir daran, dass die Beschäftigten durchschnittlich knapp 10 Tage krankgeschrieben sind. Die Falldauer in früheren Halbjahren war immer wesentlich höher.“

Fallzahlen mit Atemwegserkrankungen mehr als verdoppelt

Auf die Fehlzeiten der Beschäftigten haben sich vor allem die häufigen Atemwegserkrankungen ausgewirkt. So gab es bei den Krankschreibungen wegen Husten, Schnupfen und anderer Infekte mehr als eine Verdoppelung der Fälle – von etwa 15 auf rund 33 Fälle je 100 Beschäftigte.

Zu einem deutlichen Anstieg kam es ebenfalls bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen. Hier ging die Anzahl der Fälle bei 100 Beschäftigten von 8 auf rund 14 Fälle hoch. Bei Depressionen und anderen den psychischen Erkrankungen gab es bezogen auf 100 Beschäftigte 5 Fälle (2022: 3 Fälle). Die Fehlzeiten durch Corona gingen in Niedersachsen um fast die Hälfte zurück. Sie hatten nur noch einen Anteil von 2,8 Prozent am Krankenstand. Im ersten Halbjahr 2022 waren es noch 7,4.

Vennekold: „gesundheitliche Dimension lässt sich nicht wegblenden“
„Beim Thema Arbeit lässt sich die Gesundheit der Beschäftigten nicht ausblenden, dies macht der hohe Krankenstand deutlich.“ Die Unternehmen in Niedersachsen sollten auch im eigenen Interesse verstärkt auf den Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeitenden achten und Ressourcen ins Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) investieren.

 

 

 

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