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Auch die Landesregierung in Hannover zeigt sich unangenehm überrascht

Niedersachsens Gesundheitsministerin zur Lieferverzögerung bei Pfizer: Das ist ein echter Schlag ins Kontor

Freitag 15. Januar 2021 - Hannover / Hameln (wbn). Der bislang gelieferte Impfstoff gegen Corona im Landkreis Hameln-Pyrmont ist nunmehr aufgebraucht, wie heute die Landkreisverwaltung mitgeteilt hat.

Und Nachschub wird nicht so schnell eintreffen, wie bislang erhofft. All dies ist offenbar auch ein Lieferproblem des Pharmakonzerns Pfizer. Dabei hatte Pfizer die Lieferquoten gegenüber der EU verbindlich zugesagt. Davon zeigt sich auch die Landesregierung in Hannover unangenehm überrascht. Niedersachsens Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann hat sich deshalb heute Nachmittag zu den Lieferproblemen bei Pfizer wie folgt geäussert:

 

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„Die Gesundheitsministerinnen und –Minister der Länder haben heute Nachmittag die Nachricht erhalten, dass Deutschland und damit auch Niedersachsen in den nächsten Wochen weniger Impfstoff von BioNTech und Pfizer erhalten wird, als uns angekündigt war. Das ist ein echter Schlag ins Kontor.

Als Grund wurden uns Umstellungen im Produktionsprozess in einem Werk des Herstellers Pfizer genannt. Die Lieferung über rund 68.000 Impfdosen, die wir in Niedersachsen für den 19. Januar erwarten, ist nach Angaben des Bundes und des Herstellers nicht betroffen und soll wie geplant eintreffen.

Es wird aber erwartet, dass die Folgelieferungen in den nächsten Wochen kleiner ausfallen werden. BioNTech/Pfizer konnte heute noch keine konkreten Angaben dazu machen, in welchem Umfang dies zu erwarten sei.

Schon die ursprünglich für Niedersachsen angekündigten rund 60.000 Impfdosen pro Woche waren zu knapp, um alle impfberechtigten Personen mit der höchsten Priorität in unserem Bundesland zügig impfen zu können und nun könnte es noch länger dauern.

Unsere Impfstruktur mit 50 Impfzentren im ganzen Land ist ausgesprochen leistungsfähig, das haben die guten Impfzahlen der letzten 10 Tage ganz deutlich gezeigt. So lange wir aber nicht zuverlässig und kontinuierlich mit Impfstoff beliefert werden, können wir das Potential dieser Infrastruktur nicht vollständig ausschöpfen.

Ich habe deshalb die klare Erwartungshaltung, dass sich die Stabilität der Lieferungen so schnell wie möglich verbessert. Jede kurzfristige Änderung der Impfstoffmenge hat ganz konkrete Auswirkungen auf unsere Lieferpläne und führt bei den Menschen, die sehnlichst auf eine Impfung warten, zu Enttäuschung und in den Kommunen, die die Impfzentren betreiben, zu massiver Unsicherheit.“

 

 

 

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