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Gelingt diesmal der Probelauf?

Morgen um 11 Uhr heulen bundesweit zum Warntag die Sirenen - oder auch nicht

Mittwoch 7. Dezember 2022 - Hannover (wbn). Am morgigen Donnerstag findet der diesjährige bundesweite Warntag statt. Um 11:00 Uhr wird die Probewarnung ausgelöst, um 11:45 Uhr wird Entwarnung gegeben.

Bund, Länder und Kommunen prüfen an diesem Tag ihre Warnmittel und technischen Abläufe, um die Menschen im Ernstfall zuverlässig über potenzielle Gefahren informieren zu können.

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Dabei wird auf einen Mix aus mehreren Warnmitteln gesetzt: Neben Radio, TV, Warn-Apps oder Sirenen gehört nun auch das sogenannte Cell Broadcast dazu. Diese Alarmierung über mobile Endgeräte wird morgen erstmals bundesweit getestet, um wichtige Erkenntnisse für die endgültige Umsetzung bis zum vorgesehenen Wirkbetrieb im kommenden Februar zu gewinnen.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Der zweite bundesweite Warntag fällt in eine Zeit, in der der Zivil- und Bevölkerungsschutz intensiv in das Bewusstsein der Menschen gerückt ist. Die Flutkatastrophe im Ahrtal, die verheerenden Waldbrände dieses Jahres und vor allem Putins Angriffskrieg auf die Ukraine haben uns noch einmal verdeutlicht, wie wichtig eine Warnung im Ernstfall ist. In Niedersachsen haben wir die Kommunen darum gebeten, sich aktiv an dem diesjährigen Warntag zu beteiligen. Es geht vor allem darum, sich auf konkrete Ernstfälle vorzubereiten und sich über verschiedene Warn-Szenarien bewusst zu werden.

Erstmalig wird in diesem Jahr - neben den etablierten Warnmitteln wie TV, Radio, Apps oder Sirenen - das sogenannte Cell Broadcast eingesetzt. Nach der Testphase soll dieses System bundesweit bis Februar 2023 einsetzbar sein. Neben den digitalen Möglichkeiten brauchen wir aber auch die klassischen Warnmittel - wie die Sirene - flächendeckend und funktionierend. Mit dem niedersächsischen Sirenenförderprogramm für die Jahre 2023 und 2024 über insgesamt 10 Millionen Euro ergänzen wir das Bundesförderprogramm, aus dem Niedersachsen bislang lediglich 8 Millionen Euro zur Verfügung standen. Klar ist aber auch: Die bisherigen Bundesmittel reichen bei Weitem nicht aus! Im Bundeshaushalt sind zwar für 2023 weitere Haushaltsmittel vorgesehen. Allerdings benötigt es auch ein darüberhinausgehendes, verlässliches Konzept, um Sirenen bundesweit wieder flächendeckend zu installieren.

Deshalb haben wir als Länder den Bund bei der Innenministerkonferenz in München vor wenigen Tagen dazu aufgefordert, für die Zeit ab 2024 ein Konzept für ein gemeinsames Bund-Länder-Programm vorzulegen."

 

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