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Schlauchleitungen über mehrere Kilometer zum Brandort gelegt / Restaurantgast spendet 100 Pizzen

Großeinsatz der Feuerwehren bei Scheunenbrand

Aus Schessinghausen berichten Jan H a b e r m a n n (Text) und Marco Henkel (Foto)

Montag 22. November 2021 – Schessinghausen (wbn). Mehr als 200 Löschkräfte im Einsatz! Ein ausgedehnter Scheunenbrand hat sich in den frühen Morgenstunden des gestrigen Sonntags ereignet.

Aus bisher ungeklärter Ursache geriet eine etwa 20 x 40 Meter große Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebs gegen 6:30 Uhr in Brand. In dieser waren hunderte Quaderballen eingelagert, die neben mehreren landwirtschaftlichen Maschinen, die ebenfalls in beziehungsweise vor der Halle standen, ein Raub der Flammen wurden. Mit dem Alarmstichwort „Feuer landwirtschaftliches Anwesen mittel“ wurden zunächst die Wehren Schesssinghausen, Husum, Groß Varlingen, Bolsehle, Leeseringen, Langendamm und Nienburg sowie die Einsatzleitung Ort (ELO) der SG Mittelweser alarmiert.

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Bereits auf der Anfahrt war ein großer Feuerschein zu sehen. Vor Ort galt es zunächst, eine Brandausbreitung auf einen in unmittelbarer Nähe stehenden Stall, in dem sich neben weiteren Strohballen auch eine Großzahl von Kühen befanden, zu verhindern. Dies gelang durch eine umgehend errichtete Riegelstellung. Probleme bereitete zunächst die Wasserversorgung an der Einsatzstelle, da sehr große Mengen an Löschwasser benötigt wurden. Diese wurden zunächst im Pendelverkehr von mehreren wasserführenden Fahrzeugen an die Einsatzstelle gebracht. Hierzu wurde die Wehr Landesbergen nachalarmiert.

Da im weiteren Verlauf Schlauchleitungen über mehrere Kilometer zum Brandort gelegt werden mussten, kam auch der mit 2000m B-Schlauch bestückte Gerätewagen-Logistik der Feuerwehr Steimbke zum Einsatz. Das brennende Stroh musste dann aus der Scheune auf benachbarte Freiflächen gebracht werden, um es dort weiter ablöschen zu können. Hierfür wurde das THW mit einem Bagger sowie zwei Radladern hinzugezogen. Diese Arbeiten zogen sich den ganzen Tag bis tief in die Nacht hin, weswegen am Nachmittag weitere Feuerwehren (Estorf, Brokeloh, Nendorf-Frestorf, Anemolter, Schinna) alarmiert werden mussten, um die bereits seit den frühen Morgenstunden im Einsatz befindlichen Kräfte abzulösen. Die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) war ebenfalls mit zwei Mitarbeitern vor Ort, um frisches Schlauchmaterial, zahlreiche Atemschutzgeräte sowie Kraftstoff für die Fahrzeuge zu bringen.

Auch der Rettungsdienst und die Polizei waren am Brandort. Frische Einsatzkleidung für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger kamen von der Logistikgruppe der Feuerwehr Müsleringen-Diethe. Insgesamt waren bei diesem Großeinsatz mehr als 200 Einsatzkräfte zugegen. Die Versorgung mit Getränken und einem Frühstück wurde durch den Verpflegungszug aus Wietzen durchgeführt.

Die Löscharbeiten hatten sich noch bis tief in die Nacht hineingezogen. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Notiz am Rande: Direk Dervis, der am Abend als Gast im Schesssinghäuser „Vier Jahreszeiten“ war, war von der für ihn nicht selbstverständlichen Hilfsbereitschaft der vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte derart begeistert, dass er etwa 100 frisch gebackene Pizzen für die erschöpften Einsatzkräfte spendete, welche natürlich dankend angenommen wurden

 

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