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Ehemann kommt seiner bedrängten Frau zuhilfe

Mann aus Minden (70) greift 25-Jährige nach Hamelner Freitags-Gebetsruf an und reißt ihr das Kopftuch runter

Sonntag 19. April 2020 - Hameln (wbn). Der erste öffentliche Freitags-Gebetsruf eines Muezzin vom Dach der Hamidiye-Moschee an der Hunoldstraße in Hameln ist friedlich verlaufen. Im Anschluss daran kam es jedoch zu einer unschönen Szene in der nahegelegenen Gertrudenstraße. Eine Kopftuch tragende Frau (25) aus Hameln war nach Darstellung der Hamelner Polizei von einem 70 Jahre alten Mann beleidigt und dann auch angegriffen worden.

Dieser habe sich laut Polizei durch die „Lautstärke des Aufrufes“ belästigt gefühlt. Die Frau hatte mit dem Gebetsruf nichts zu tun und hatte lediglich die religiöse Premiere eines Freitags-Muezzingebetsrufes, wie andere Passanten auch, mit ihrem Handy aufgenommen. Das war für den Mann aus Minden mit einem markanten grauen "Pferdeschwanz" offenbar schon zuviel. Er zerrte ihr gewaltsam das Tuch vom Kopf. Der Ehemann des Opfers ist in diesem Moment seiner Frau zuhilfe geeilt.

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Den Weserbergland-Nachrichten.de liegt ein Zeugenvideo vor auf dem die Hilfeschreie der Frau zu hören sind und ihr Mann (28) dem Angreifer nacheilt und diesem hörbar eine schallende Ohrfeige verpasst.

Nachfolgend der Polizeibericht der Hamelner Polizei: „Am Freitag, 17.04.2020 gegen 13:46 Uhr, ereignete sich in der Gertrudenstraße eine körperliche Auseinandersetzung im Rahmen des Aufrufes zum Freitagsgebet. Durch die Stadt Hameln wurde den islamischen Gemeinden ein solcher Aufruf vorab gestattet.

Eine 25-jährige Hamelnerin nahm diesen mit ihrem Handy in einer Parallelstraße der Moschee auf.

Nach jetzigem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass ein 70-jähriger passierender Mann aus Minden sich durch die Lautstärke des Aufrufes belästigt fühlte, die 25-Jährige beleidigte und ihr ein getragenes Kopftuch vom Kopf zog.

Der 28-jährige Ehemann des Opfers wurde auf diesen Vorfall aufmerksam und soll körperlich gegen den Beschuldigten eingeschritten sein.

Im weiteren Verlauf soll es nach bisherigen Aussagen der Beteiligten zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Ehemann des Opfers und dem Beschuldigten gekommen sein.

Die Polizei führte Gefährderansprachen mit den beteiligten Personen durch. Es wurden Strafverfahren wegen Beleidung sowie wechselseitiger Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.“

 

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